Geschichte

Die Geschichte der mechanischen Uhrenmodelle von Seiko

1895, 14 Jahre nach der Gründung des Unternehmens als Uhrenreparaturgeschäft,
stellte Seiko unter seinem Gründer Kintaro Hattori seine erste Taschenuhr her.
Von Beginn an war Kintaro Hattori bestrebt, die Qualität und Genauigkeit seiner
Uhren immer weiter zu verbessern. Grand Seiko ist der ultimative Ausdruck für
dieses Streben nach Perfektion. Der Ursprung von Grand Seiko liegt in den
herausragenden Modellen, die bei den Schweizer Chronometrie-Wettbewerben
in den 60er Jahren so erfolgreich abgeschnitten haben und seitdem stetig
weiterentwickelt wurden. Seit der Einführung hat Grand Seiko mit immer neuen
Kalibern die Grenzen im mechanischen Uhrenbau verschoben und neue
Dimensionen eröffnet. Das neue Grand Seiko Schnellschwinger Kaliber 9S
ist die jüngste Krönung dieser Entwicklung.

Grand Seiko, das Beste von Seiko

Mit den Kalibern der 50er Jahre wie Super, Marvel, Chronos und Crown erreichte Seiko ein internationales Spitzenniveau im mechanischen Uhrenbau. Genau diese erfolgreichen Kaliber bilden in den 60er Jahren das Sprungbrett für die besten Uhren Seikos: Grand Seiko. Die Bündelung der Erfahrungen aller Uhrmacher bei Seiko gewährleistete, dass Grand Seiko seit dem ersten Tag das Beste aus dem Hause Seiko verkörpert.

Mechanische Uhren von Grand Seiko

In den 50er Jahren gewann Seiko jeden Genauigkeitswettbewerb Japans und suchte fortan neue Herausforderungen auf internationaler Bühne. In den 60er Jahren wurde Seikos Bewerbung zum Chronometrie-Wettbewerb des Observatoriums Neuchatel angenommen, jedoch waren die ersten Ergebnisse beim Wettbewerb eine Katastrophe. Seiko erreichte nur den 144sten Platz. Aller Anfang ist bekanntlich schwer, Seiko konnte aber schnell die Platzierungen verbessern und im Jahr 1968 den ersten Platz in der Kategorie „Mechanische Armbanduhr“ beim Wettbewerb des Genfer Observatoriums  belegen. Die schnelle Entwicklung von Seikos Kompetenz im mechanischen Uhrenbau ermöglichte die Schaffung eines eigenen Grand Seiko Standards für Genauigkeit und den Entschluss mit Grand Seiko die beste Standarduhr der Welt zu bauen.

Als 1968 ein Automatikaufzug die anerkannte Genauigkeit der ersten Grand Seiko Modelle ergänzte, wurde Grand Seiko zu einer stark nachgefragten Marke. 1968 stellte Seiko den automatischen Schnellschwinger 61GS mit zehn Halbschwingungen vor, unmittelbar darauf folgten das Schnellschwinger Handaufzugsmodell 45GS und das Schnellschwingermodell für Damen 19GS. 1969 wurden die hochpräzise regulierten Modelle 61GS V.F.A. und 45GS V.F.A. auf den Markt gebracht. Sie wiesen eine Gangabweichung von nur einer Minute pro Monat auf, einem heute noch üblichen Genauigkeitsstandard im mechanischen Uhrenbau.

20 Jahre später

In den 90er Jahren konnte dank neuer Metalle, Legierungen, Produktionsmethoden und CAD/CAM Designsystemen ein neues Kaliber entwickelt werden. Im Herbst 1998 erreichte Grand Seiko mit dem Kaliber 9S ein neues Niveau im mechanischen Uhrenbau. Möglich wurde dies durch das neue CAD-System, hochpräzise Konstruktions- und Fertigungsmethoden und die herausragenden Fähigkeiten der erfahrensten Uhrmacher von Seiko.

2004 eröffnete Seiko das Shizuku-ishi Watch Studio in der Präfektur Iwate im nördlichen Teil Japans. Seitdem werden hier mechanische Grand Seiko Uhren hergestellt. Grand Seikos Können im mechanischen Uhrenbau entwickelt sich stetig weiter; so präsentierte Seiko 2006 das Kaliber 9S67, das mit nur einer Hauptfeder eine Gangreserve von 72 Stunden gewährleistet. 2009 wurde das Schnellschwingerkaliber 9S85 mit neu entwickelter Hauptfeder, Aufzugsfeder, Ankerrad und Ankerpaletten fertiggestellt.